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1. Bericht unserer Volontärin Annegret

1. Bericht unserer Volontärin Annegret

#1 von Bettina , 14.08.2012 17:25

Annegret war an ihren ersten Tagen in der DBJS. Leider war da kein normaler Unterricht, da es Examenszeit war - auch im Kindergarten. Die nächsten Wochen wird sie im TCH verbringen und wir sind schon ganz gespannt auf ihren 2. Bericht.
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Das erste Mal in Kenia in der Diani Busara Junior School und Tsimba Children‘s Home

Teil 1

Mein Name ist Annegret Keller und ich studiere Angewandte Kindheitswissenschaften an der Hochschule Mgdeburg - Stendal im vierten Semester. Zu diesem Studium gehört ein Auslandspraktikum, welches jeder Student absolvieren muss. Nach langer Internetsuche fand ich den Future for Kids e.V., welcher auch Volontärstellen in der Diani Busara Junior School und im Tsimba Children‘s Home anbot.
Also schrieb ich Birgit Alexakis, der 1. Vorsitzenden des Vereinseine Anfrage per E-Mail, ob ich von Mitte Juli bis Anfang September ein Praktikum absolvieren könnte. Nach der Zusage standen wir in regelmäßigem W-Mail Kontakt sodass ich mich gut auf die Reise vorbereiten konnte.

Am 17. Juli war es endlich soweit und mein Flugzeug startete nach Afrika. Am Morgen des 18. Juli landete ich in Mombasa und wurde von Philip, dem Direktor der Diani Busara Junior School abgeholt. Die Autofahrt führte mitten durch die hektische,laute, überfüllte , menschenvolle und verregnete Stadt Mombasa Und es war Linksverkehr. Da ein Teil der Stadt auf einer Insel ist, brachte uns die Fähre zum anderen Ufer und die Fahrt ging weiter nach Ukunda. Dort brachte er mich in die Volontärswohnung, wo mich zwei andere Volontäre, Clemence aus Frankreich und Jere aus Finnland, begrüßten. Da es nur 2 Betten in der Wohnung gab,bekam ich leihweise von Philip ein Bett, was in die Küche platziert wurde.

An diesem ersten Tag ging ich noch nicht in die Schule, sondern ich konnte erstmal meine Sachen auspacken, Clemence und Jere kennenlernen und mich an die schwüle Wärme gewöhnen.Am nächsten Tag ( Donnerstag) gingen wir emeinsam in die Schule. Ich war sehr froh, dass die 2 Volontäre da waren, denn der Weg zur Schule führte mitten zwischen den Hütten und Häusern der Menschen entlang und glich oftmals mehr einem Trampelpfad als einem Weg. Es gibt keine Straßennamen und so musste ich mir andere markante Punkte suchen um mir den Weg zu merken. Nach 1/2 Stunde Fußmarsch kamen wir um 8 Uhr in der Schule an,wo ich freundlich vom Direktor, seinem Stellvertreter und 2 Frauen im Büro begrüßt wurde. Nach ein wenig Small Talk führte mich Philip an den Klassen-zimmern der 8. bis 1. Klasse den 2 Kindergartenklassen vorbei bis zur Babyclass, in der ich nun bleiben sollte. Er stellte mir Mgeni, die Klassenlehrerin vor sowie auch die anderen 3 Lehrerinnen Lilian, Jaqueline und Elisabeth.

Die kleinen 2 bis 3 jährigen Kinder dieser Klasse begrüßten mich mit mehrstimmigen Jambo-Rufen,. „Jambo“ ist kisuaheli und bedeutet Hallo. Somit hatte ich auch mein erstes Wort gelernt. Mir wurde ein Stuhl angeboten und schon saß ich da. Ich beobachtete die Kinder wie sie auf ihren Plastikstühlen um die Holztische saßen und sie beobachteten mich.Erstmal passierte nichts. Alle saßen da und schrieben etwas oder unterhielten sich.
Schließlich stand eine Lehrerin auf und sagte“ Good morning children“ und diese antworteten „ good morning teacher! Nice to meet you!“ Sie sagte daraufhin:“ How are you?“und die Kinder antworteten „I am fine“ Dann ging sie zu der Wand an die ein Alphabeth geklebt war und unter jedem Buchstaben war ein Bild welches diesen als Anfangsbuchstaben hatte.. Sie zeigte auf den Buchstaben und sagte „A“ und zeigte auf das Bild darunter und sagte „apple“ was die Kinder wiederholten. So ging es mit allen Buchstaben bis zum z. Danach setzte sich die Lehrerin wieder auf ihren Stuhl und es passierte nichts. Irgendwann spracxh ich Lilian an, ob ich ihr etwas helfen könnte, da sie einen großen Stapel Hefte vor sich liegen hatte. So schrieb ich mit ihr gemeinsam die Hausaufgaben für den nächsten Tag in deren HA Hefte ein. Gegen 10 Uhr gab es für die Kinder Porridge, einen süßlichen bräunlichen Brei ür die Kinder zum Frühstück. Der Brei wurde in einem großen Eimer in das Klassenzimmer gestellt und dazu ein Sack voll Plastiktassen. Diese wurden dann von einer Lehrerin befüllt und an die Kinder verteilt. Nachdem sie ausgetrunken hatten, durften sie ihre benutzten Tassen in den nun leeren Eimer werfen und das Klassenzimmer verlassen, da es nun wie für die anderen Klassen auch, Pause war. Nach der Pause wurden alle Kinmder wieder ins Klassenzimmer reglementiert und sie nahmen wieder auf ihren Stühlen platz. 3 Lehrer fingen dann jeweilseinen Namen eines Kindes zu rufen. Diese Kinder nahmen ihren Stuhl und versuchten sich einen Weg zu bahnen zwischen den anderen Kindern und Stühlen hindurch zur Lehrerin zu bahnen. Dort wurde in ihrem Übungsheft eine vorgetragene Mal- oder Nachschreibübung gemacht. Die restlichen 70 Kinder im Raum taten nichts, außer am Tisch sitzen. Sie hatten kein Spielzeug oder dergleichen. Wenn sie zu laut wurden, wurden sie durch anschreien, zurufe und durch Androhung eines Lineals oder Stockes wieder zur „ Ruhe“ gebracht.

Nachdem der Vormittag so verbracht wurde, gab es gegen 12 :30 Uhr Mittag: Ugali ( maisbrei) und Cabbage ( Weißkraut). Nach dem Essen verliessen wieder alle Kinder den Raum, der dann ausgefegt wurde. Außerdem wurden die Tische übereinandergestellt, die Stühle übereinandergestapelt und die Schlafmatten ausgelegt. Es waren 11 Matten für 74 Kinder, wie ich während der Mittagsruhe gezählt hatte. Nach dem Schlafen wurden die Hausaufgabenhefte wieder an die Kinder verteilt, die sie eilig in ihre kleinen mitgebrachten Rucksäcke stopften. Um 15 Uhr war die Schultag für die Kinder der Babyclass und somit auch für mich beendet.. Auch Jere und Clemence hatten Schluß und wir gingen zurück in die Wohnung. Anschließend zeigten sie mir die Umgebung und einige kleine Shops. Der Name „Conamsa“ ist für Volontäre von Bedeutung, da so der Platz heißt, wo die Matatus an der Teerstraße in der Nähe der Wohnung halten.

 
Bettina
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2. Bericht von Annegret
Bericht der 2 Volontäre!

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