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4. Bericht von Annegret

#1 von Bettina , 04.09.2012 22:27

Village-walk und Betty´s altes Zuhause

Heute begannen wir endlich die neu gewonnen Freiheit zu genießen, da Charles es den Kindern nicht erlaubt hatte, das TCH in ihrer Freizeit zu verlassen.

Alle zusammen brachen wir nach dem Frühstück zum Village-walk durch Tsimba und Umgebung auf. Wir gingen zum oberen, kleinen Gate hinaus, bogen ein paar mal ab und folgten dann einem Weg der kontinuierlich bergab führte. Zuerst gingen wir zu einem kleinen Bach der am Fuße des Berges floss. Drei Frauen und fünf Kinder wuschen da gerade ihre Wäsche. Miriam, eine Hausmutter, sagte mir, dass auch sie dahin ihre Wäsche und sich selbst waschen gehen, wenn in der Trockenzeit kein oder ungenügend Wasser im Kinderheim ankommt. Sie sagte mir auch, dass kurz vor der Regenzeit die Elefanten morgens und abends zum trinken an diese Stelle kommen. Weiter hinten...hinter hohem Gebüsch, gab es noch eine zweite Wasserstelle...die dann für Männer war, wo auch Dalmas und die Jungs hingegangen waren. Die Wasserstelle an der wir standen war nur für Frauen.

Dann gingen wir den steilen Weg bergauf, den wir gekommen waren, wieder zurück. Auf halber Strecke bogen wir dann aber ab, denn Miriam wusste wo Betty´s früheres Zuhause war und wollte es mir und Dalmas, dem Hausvater, nun zeigen. Wir gingen einen schmalen Pfad bergab und kamen auf ein paar Lehmhütten zu. Die kleine Hütte, die ganz links stand, war die Hütte die wir suchten, doch weder der Vater noch die zwei älteren Brüder waren da. Miriam ging zu einem benachbarten Haus und kam mit einer jungen Frau wieder, die ein Baby im Arm hatte. Sie gestattete uns ins Haus zu gehen und öffnete die Tür.

Hinter der Verschlagtür war links eine Kochstelle, wo Töpfe und Teller durcheinander standen. Es ist fraglich wann es das letzte mal aufgewaschen wurden war. Direkt dahinter hing ein löchriger,verschmutzter Vorhang und da stand das aus Stöcken selbst zusammengebaute Bett des Vaters. Darauf lagen die Reste von alten Plastiksäcken und alten Bettlaken. Der kleine Raum war noch mal durch eine kleine Lehmwand geteilt. Auf der anderen Seite lag eine Matratze ohne Überzug auf der bloßen Erde. Davor, direkt rechts neben der Tür, war eine kleine, kurze, selbst gebaute Pritsche aus Stöcken, die eher einem Abstelltisch ähnelte. Miriam sagte mir, dass das Betty´s Bett war. Es gab keinen Strom, Wasser oder Toilette. Die Hütte war schätzungsweise 7 qm groß.
Vor dem Haus stand noch ein kleiner Verschlag aus Lehm, das war der Hühnerstall. Als wir wieder gingen sagte mir Miriam, dass die junge Frau Betty´s Schwester war. Sie hätten aber unterschiedliche Väter und nur die Mutter gemeinsam. Betty selbst war nicht ins Haus gegangen.

Von ihrem ehemaligem Zuhause gingen wir immer weiter bergauf, bis wir auf dem Kamm der Hügelkette angekommen waren und eine wunderschöne Aussicht bis zum Meer hatten. Nach einer weiteren dreiviertel Stunde Fußmarsch kamen wir wieder im Tsimba Children Home an, wo schon Esther mit dem Mittagessen auf uns wartete.

 
Bettina
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‎27.08.2012 Volontärin Annegrets Bericht - Mwachuo
3. Bericht von Annegret

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