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‎27.08.2012 Volontärin Annegret Bericht - Margreth & Elizabeth

‎27.08.2012 Volontärin Annegret Bericht - Margreth & Elizabeth

#1 von Bettina , 06.09.2012 23:00

Margreth & Elizabeth

Weitab von den anderen Häusern erreichten wir auf einer Anhöhe eine kleine Häuseransammlung. Von hieraus hatte man eine wunderschöne Aussicht auf die Hügellandschaft.

Als wir bei den Häusern ankamen, begrüßte uns ein Mann im mittleren Alter. Es war ein Nachbar der gesuchten Familie, der ein Huhn unter dem Arm hielt.
Es standen auf dieser Anhöhe drei Hütten und ein „Reihenhaus“, wobei hinter jeder Tür ein Raum für eine Familie anschloss. Es war gemauert und hatte ein Wellblechdach. Die Türen hingen notdürftig und schief in den Angeln. Links des Hauses war ein Verschlag aus Lehm angebaut, welcher als Küche diente, da dort ein paar Töpfe, Wasserbehälter und eine Feuerstelle war.

Wir wurden von einer älteren Frau begrüßt. Wie wir erfuhren war sie die 2. Frau des Vaters der beiden Mädchen gewesen. Margreth´s und Elizabeth´s Mutter war die erste Frau gewesen. Die beiden Frauen hatten sich versprochen, sich um die jeweils anderen Kinder mit zu kümmern, wenn eine sterben sollte. Der Vater hatte die zweite Frau, nach dem Tod der ersten Frau, verlassen.

Auch sie brachte Bänke, einen Stuhl und einen kleinen Bastteppich zum sitzen herbei. Dann durften wir ins Haus, bzw. in den Raum und ihn ansehen. Auf dem Erdfußboden stand ein Bett, in der Ecke brütete ein Huhn und auf einer gespannten Leine hingen die sehr zerschlissenen und dreckigen Sachen. Mehr gab es in dem Raum nicht und es schien auch alles zu sein was sie besaß.

Nach dem Tod der ersten Frau, lebte sie mit den 6 Kindern allein in diesem Raum. Sie konnte sie nicht alle versorgen, deshalb gab sie Margreth und Elizabeth ins TCH. Jetzt lebt sie mit ihren zwei eigenen Kindern und den zwei Brüdern der beiden Mädchen zusammen in diesem kleinen Raum. Die Kinder hatten nichtmal Schuhe an und ihre Kleidung war dreckig, zerrissen und die Knöpfe waren abgefallen.
Nach einer Weile verließen wir auch dieses Haus wieder. Die Frau und der jüngste Sohn (ca.1 1/2 Jahre alt), brachten uns noch bis auf den Weg zurück, wo wir uns dann verabschiedeten.

 
Bettina
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