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Bericht von Caroline, unserer Volontärin - 18.03.2013

Bericht von Caroline, unserer Volontärin - 18.03.2013

#1 von Bettina , 28.03.2013 18:14

Nach den ersten, eher angespannten Tagen des Wartens auf die Wahlergebnisse und damit einhergehend auf die Schule, ging es nun letzte Woche endlich los. Mit großen Erwartungen und viel Vorfreude machten wir uns also Montag morgen zu einer für uns eher unhumanen Uhrzeit auf den staubigen Weg. Vor Ort gab Jannik mir und Benjamin zuerst einmal eine Führung. Ich hatte ja schon das letzte Jahr via Facebook verfolgen können, welche Fortschritte es gab, war vor Ort aber äußerst angetan von der neuen Dining-Hall und der Küche. Die hat sich doch innerhalb des letzten Jahres ganz schön verändert.

Wir bekamen erstmal Tee, die Verwunderung der Köche über die Tatsache, dass wir nicht noch mehr Zucker brauchten als eh schon vorhanden, ließ mich schmunzeln. Danach kam ich in den Genuss, das erste mal Uji zu probieren, durchaus empfehlenswert, dennoch dankte es mir mein Magen, dass ich ab jetzt besser drauf verzichte.

Die erste Unterrichtsstunde war eher chaotisch. Wir hatten uns im Vorhinein überlegt, dass wir mit class 5 erstmal ein Spiel spielen, zu zweit vorne an der Tafel und einer, der in der Zeit die Hefte kontrolliert, und damit herausfindet, wie weit die Lütten überhaupt schon sind mit der deutschen Sprache. Leider schienen die Hefte alle relativ neu, mehr als 3 Seiten waren in keinem ausgefüllt. Auch die Tatsache, 3 Muzungus in einem Klassenzimmer stehen zu haben, die alle ihren Senf dazugeben wollen, stiftete eher Verwirrung als effektiven Unterricht. Mittlerweile haben wir den ungefähren Stand der Dinge herausgefunden und beschlossen, die Klassen untereinander aufzuteilen. Einer steht vorne und zieht seinen Stoff durch, ein zweiter hält sich bedeckt im Hintergrund und korrigiert gegebenenfalls das neu Gelernte und die Hausaufgaben. So funktioniert es weitaus besser als zu dritt, oder auch alleine, denn dann bliebe einfach zu wenig Zeit. Jedes Kind möchte Korrektur, im besten Fall natürlich ein "Gut" oder "´Sehr gut" mit dem roten Stift unter die Aufgaben. (Wenn ich mich zurück erinnere, wie sehr ich meinerzeit diesen roten Stit gehasst habe, der blöde Kommentare unter meine halberledigten Hausaufgaben gekritzelt hat, den dazugehörigen Lehrer natürlich auch. Das ist hier wirklich ganz anders....)

Die Kinder sind ambitioniert und haben Spaß am Unterricht. Jeder will der erste sein, manchmal wird es richtig laut und man weiß gar nicht, welches "Teacher, teacher!" aus welcher Ecke zuerst auf einen losschießt. Unser angehender Lehrer macht hierbei eindeutig die beste Figur, quält die armen Kleinen gleich mit Grammatik, die sie alle schon sehr gut beherrschen. Ich hingegen lasse es grammatisch noch etwas ruhiger angehen und versuche, ihr Interesse für Vokabeln und schöne Sachen wie Farben zu wecken. Wir dürfen gespannt sein, wie sich das alles so entwickelt und was die Schüler dann bald schon können. Und wo wir gerade dabei sind: Jemand einen Vorschlag für ein schönes einfaches Kinderlied auf deutsch? (Wir haben uns gegen Alle meine Entchen entschieden, weil das übersetzt einfach total unsinnig klingt und sind weiterhin für Vorschläge offen!) Wir gehaben uns wohl, lasst es euch ähnlich ergehen.

Caro

 
Bettina
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