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Bericht vom 11.02.2014 von Diana Dydula und Daniel Popek

Bericht vom 11.02.2014 von Diana Dydula und Daniel Popek

#1 von Birgit - Admin , 11.02.2014 23:37

Bericht vom 11.02.2014 von Diana Dydula und Daniel Popek

Für uns zwei Volontäre neigt sich das große Abenteuer Ukunda - Diani Busara Junior School – dem Ende zu. Am 17. Februar geht es wieder Richtung Heimat, wobei man sagen muss, dass die kenianische Regierung hierbei unseren Rückflugtermin bestimmt hat. Die Visa wurden seit Dezember 2013 nicht mehr verlängert womit unsere Planung, welche vorgesehen hat bis April zu bleiben, vollkommen umgeschmissen wurde. Umso mehr freuen wir uns für die Kinder, dass sich Ronja bereit erklärt hat, ab dem 01.03.2014 die Schule und ihre tollen Mitarbeiter zu unterstützen.

In Kenia ist es üblich in der letzten Woche eines jeden Monats die Klausurenphase auszurufen. Auch wir durften hierzu einen Beitrag leisten und haben uns dafür entschieden eine Deutschklausur fertigzustellen, welche folgende Themen beinhaltet hat: Zahlen, Tiere, Farben, Bildung von Vorstellungssätzen ( Beschreibung der eigenen Person ), Verben ( hierbei auch das Konjugieren der Verben ), Wochentage und Monate. Wir hatten uns zu Beginn unseres Aufenthalts vorgenommen eine richtige Grundlage für alle Kinder zu schaffen, da neben neuen Gesichtern auch Kinder dabei sind, welche nicht viel aus dem vorherigen Deutschunterricht mitgenommen haben. Die Strategie ist vollkommen aufgegangen, da sich Kinder mit vielen Deutschkenntnissen dieser Tatsache erfreut haben und die mit weniger Kenntnissen Zeit bekommen haben, um ein Grundwissen aufzubauen.
Die Kinder hatten in der Klausurenphase jeweils zwei Prüfungen täglich, welche von 1,5 Stunden bis über 2,5 Stunden andauerten. Am ersten Prüfungstag waren die Ergebnisse nicht sehr berauschend, wodurch Joseck und andere zuständige Lehrer die Kinder für den zweiten Tag mit einer morgendlichen Rede genügend Motivation und Mut zugesprochen haben, sodass die Ergebnisse am zweiten Tag schon viel besser ausgefallen sind. Der emotionalste Teil der Rede widmete sich einem neuen Schüler, Joseph aus der sechsten Klasse. Joseph hat sich dafür entschieden in die Schule zu gehen, obwohl er in seinem Dorf deswegen schikaniert wird/wurde. Es folgte ein tosender Applaus für Joseph; außerdem durfte Joseph nach vorne treten und sich von jedem der anwesenden Lehrer ein dickes Lob für diese überaus schlaue Entscheidung abholen.

Die Deutschexamen wurden parallel als letzte Prüfung in allen Klassen geschrieben. Nach nur einer Stunde waren diese aber auch schon vorbei. Die Auswertung, welche wir noch am selben Tag vorgenommen haben, ergab, dass die Deutschkenntnisse mit dem Alter natürlich zunehmen. Für die Deutschexamen, gerade weil sie in keine offizielle Wertung mit einfließen, wurde jedoch zu wenig gelernt. Gerade in Hinblick auf die Rechtschreibung ist noch viel Arbeit zu leisten, auch die Kinder, welche schlecht abgeschnitten haben, sind im Unterricht sehr aktiv und kennen die Lösungen, wissen jedoch nicht wie sie es zu Papier bringen sollen. Trotz einiger enttäuschender Examen gab es auch Schüler, welche die 90 % Marke locker geknackt haben !

Am Freitag, nach dem dreitägigen Examensstress, fand der Sportsday statt. Gleich gegenüber der Schule befindet sich ein riesiger Platz, wo sich alle Schüler versammelten und mit ein paar Aufwärmübungen den Sportsday eröffneten. Da jeder weiß, dass Kenia das Land der Läufer ist, ist es nicht verwunderlich, wenn wir sagen, dass die Königsdisziplin unter allen Beteiligten der 100-, 200-, 400-, und 800 Meter Lauf war. Sofern die Schüler gerade nicht ein Rennen absolvierten, haben wir Volontäre einige andere Spiele organisiert, um somit Langeweile und Unruhe bei 300 Kindern zu vermeiden. Beendet wurde die Veranstaltung mit einem kleinen Fußballturnier. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass alle Schüler den Tag genießen konnten und eine Menge Spaß hatten.

Abschließend möchten wir uns für die schöne Zeit in Kenia bei allen bedanken die uns zu jeder Zeit mit offenen Armen empfangen haben. Ein ganz besonderer Dank geht an Birgit Alexakis die uns aus einer Notsituation sehr kurzfristig die Chance geboten hat ein vorbildliches Projekt in Kenia zu unterstützen. Wir haben trotz mancher Rückschläge ( damit meinen wir unsere Krankenhausaufenthalte ) die Zeit in Kenia genossen und unzählige liebeswerte Menschen kennenlernen dürfen. Wir werden die Schüler, die Lehrer und die Küchencrew ( besonders wegen des besten cabbage in Afrika ) vermissen. Wir wünschen allen Beteiligten und gerade den neuen Volontären nur das Beste !


Birgit - Admin

 
Birgit - Admin
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Nachtrag zum Bericht vom 11.02.2014 Diana und Daniel
Julie, Diana und Daniel - Januar 2014

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