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aktueller Bericht unserer Volontärin Lisa

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#1 von Monika Salentin , 14.10.2014 11:16




Nochmals der Bericht unserer Volontärin Lisa:
Das Opferfest Eid Adha ist ein islamischer Feiertag, der das Ende der Pilgerfahrten nach Mekka darstellt. An diesem wird morgens gebetet, danach mit der Familie gegessen und anschließend werden Freunde und Bekannte besucht. Was das mit mir zu tun hat, wo ich ja gar nicht muslimisch bin? Dieser Feiertag war am Samstag und ich wurde von einem Lehrer aus der Schule dazu eingeladen, ihn und seine Familie in seinem Heimatdorf zu besuchen. Also hieß es am Samstagmorgen ab ins Matatu - das Dorf war in 45 Minuten erreicht. Dort angekommen wurde mir erstmal erklärt, dass die meisten in seinem Dorf, seine Familie eingeschlossen, erst Sonntag feiern würden. Es gibt wohl zwei verschiedene Gruppen, die an unterschiedlichen Tagen feiern, in Ukunda haben die meisten aber wie er auch am Samstag gefeiert. Zuerst ging es dann zu einem Freund, der der Imam (Vorsteher) seiner Moschee ist und auch am Samstag gefeiert hat. Bei diesem wurden uns Mandazi, Bohnen und andere traditionelle Teiggebäcke, dessen Namen ich leider vergessen habe, zusammen mit Tee serviert. Ich hatte für die Kinder Süßigkeiten mitgebracht, wie es an diesem Feiertag üblich ist, worüber sie sich sehr gefreut haben. Die Frau des Imam hat mir dann traditionelle Kleidung gegeben, die ich den ganzen Tag getragen habe, was sehr ungewohnt für mich war. Eine neue Erfahrung war es außerdem, Zuckerrohr zu essen. Ich wusste vorher nicht, dass das möglich ist und war ganz erstaunt, als der Imam Zuckerrohr abschnitt und uns schmale Streifen zum Essen gab. Man kaut auf diesen solange bis der Zucker herausgelöst ist, der Rest wird danach weggeschmissen. Nach dem Besuch des Imams ging es dann zu der Familie des Lehrers, die Kinder haben sich auch über die mitgebrachten Süßigkeiten gefreut. Als wir dann zusammen mit der Familie draußen saßen, wurden Kokosnüsse gegessen. Dabei wird die Kokosnuss zuerst oben abgeschnitten, sodass ein kleines Loch entsteht, durch das man die Flüssigkeit trinken kann. Anschließend wird ein weiterer Teil abgeschnitten und man kann mit einem Löffel das Fruchtfleisch essen. Mir wurde aber auch erklärt, dass nur diese Art von Kokosnüssen so gegessen wird, andere werden anders verarbeitet. Mit dem Boda boda (Motorrad, auch Piki piki genannt) ging es dann zum Strand, der auch sehr schön ist. Zurück bei der Familie wurden dann extra Kuchen und Cola für uns besorgt. Wir saßen diesmal im Wohnzimmer, in dem zwar keine Stühle vorhanden sind, dafür aber ein Fernseher, in dem ein amerikanischer Film lief. Vor meiner Abfahrt ging es dann erst zum Onkel, bei dem es wieder die traditionellen Teiggebäcke gab und nochmal zum Imam, der mir einen Sack voller Zuckerrohr und einer Art Bananen, die aber noch gekocht werden müssen (bin mal sehr gespannt, wie das schmeckt) geschenkt hat. Die Rückfahrt hat dann dank weniger und kürzerer Stopps des Matatus nur 20 Minuten gedauert.


Monika Salentin  
Monika Salentin
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Nr 1 von Annika, Jessica, Julia, Hanna und Hannah
Bericht von unserer Volontärin Btissam - 04.09.14

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