HERZLICH WILLKOMMEN Laufschrift über Header
Nr 1 von Annika, Jessica, Julia, Hanna und Hannah

Nr 1 von Annika, Jessica, Julia, Hanna und Hannah

#1 von Birgit - Admin , 26.02.2015 07:09

Bericht I 13.02.15 – 22.02.15
Für drei von uns (Annika, Jessica und Julia) begann die Schule vier Tage nachdem wir in Kenia angekommen waren. Die Schule fand vom 13.-16. nicht statt, da „midterm-holidays“ waren. So hatten wir Zeit die Gegend zu erkunden, einkaufen zu gehen und uns selbstständig in Ukunda und Diani zurechtzufinden. Am Samstag besuchte uns Joseck, der Schulleiter der Diani Busara Junior School (DBJS), und begrüßte uns in Kenia. Während des Gespräches erfuhren wir etwas über die Schule und unsere Aufgaben.Unser erster Schultag war also am Dienstag, dem 17.02.15. Wir wurden über das Schulgelände geführt und allen Klassen und Lehrer/innen wie auch dem Personal vorgestellt. Zunächst halfen wir in der Küche beim Zerkleinern des Gemüses und Ausschenken des Porridges. Nach der `Break´ besuchten wir den Kindergarten 1 (KG1). Dort halfen wir, indem wir das Unterrichtsmaterial mit vorbereiteten und unterhielten uns mit den interessierten Lehrerinnen. Zum Lunch konnten wir das erste Mal das für Kenia typische Ugali kosten. Zusammen mit gedünstetem Kraut eine leckere Mahlzeit. Um 15:00 Uhr sind wir zurück zum Volontärhaus, um Hanna und Hannah willkommen zu heißen. Moses hatte sie vom Flughafen abgeholt und gemeinsam sind wir dann gleich zum Einkaufen nach Diani gefahren. Beim gemeinsamen Kochen am Abend tauschten wir unsere ersten Eindrücke vom Land und den Menschen aus. Uns ist direkt aufgefallen, dass wir von der Bevölkerung sehr wahrgenommen und oft herzlich begrüßt („jambo“) und willkommen geheißen („karibu“/ „karibu Kenya“) werden. Sobald wir uns der Hauptstraße nähern (weil wir zum Strand, zum Markt oder zum Nakumat wollen), halten viele Tuktuks und Matatus. Tuktuk und Matatu fahren sind auf jeden Fall Erlebnisse, vor allem bei den Fahrweisen und dem bunten Treiben auf den Straßen, das an einem vorbei zieht.Im Matatu kommt man immer mit Einheimischen ins Gespräch und es ist überraschend, wie viele Menschen gut Deutsch sprechen können. Schnell gelernt haben wir, dass man als „muzungu“ (eig. Europäer, hier meist einfach als Mensch mit hellerer, weißer Haut) gerne etwas abgezogen wird und dass die Beachboys ziemlich hartnäckig sind. Das liegt auch daran, dass sie aufgrund der wenige Touristen momentan verzweifelt sind und man die Not der Menschen spürt. Der Wind am Strand in Diani ist jedes Mal richtig wohltuend und erfrischend. Obwohl das Meer so warm ist, bietet die Briese eine willkommene Abwechslung zur Schwüle im Ort. Auf dem Markt konnten wir mitten im Februar exotische Früchte entdecken wie süße Mangos, grüne Orangen (reif!) und leckere „Komatos“ (deren englische Bezeichnung wir noch nicht kennen). in einheimischer Begleitung (eine Freundin von Hannah aus dem letzten Urlaub) haben wir bunte große Tücher auf dem Markt gekauft, die uns eine Schneiderin zu Hosen genäht hat. Obwohl uns das Volontärhaus im Vergleich zu unseren Wohnungen in Deutschland sehr einfach erscheint, haben wir durch Gespräche mit Kenianer/innen erfahren, dass ein Haus mit mehreren Zimmern, Küche, Dusche und Toilette Luxus ist. Die meisten leben unter viel einfacheren Bedingungen und viel beengter. Wir sind sehr froh, dass wir zwei Ventilatoren haben, da zurzeit Trockenzeit ist und es tagsüber meist bis zu 35°C heiß wird und nachts nur wenig abkühlt. Dafür werden wir nicht so sehr von Mücken und Moskitos geplagt, da die erst mit der Regenzeit vermehrt auftreten. Die restliche Woche haben wir in der DBJS verschiedene Klassen, den Kindergarten und verschiedene Fächer besucht, um einen Eindruck zu erhalten und da wir selbst noch nicht unterrichten, da die Klassen auf die Examen in der kommenden Woche vorbereitet werden. Wir haben für uns vieles mitnehmen können, konnten teilweise korrigieren, Schüler/innen bei der Bewältigung von Matheaufgaben unterstützen oder Beiträge in Geschichte leisten.Aufgefallen ist uns, dass es im Unterricht sehr laut werden kann. Es wird gesungen, die Kinder antworten im Chor und es wird viel gelacht. Die Lehrer/innen erscheinen uns nicht so streng, über vieles wird hinweg gesehen, es gibt keine Strafen. Aber es herrscht ein großer Klassenvergleich und Konkurrenzkampf unter den Schüler/innen durch öffentliche Bekanntgabe der Examensnoten. Die Schüler/innen agieren zudem stark in der Gruppe, werden belobigt, wenn sie richtig an der Tafel schreiben oder antworten und von der Gruppe bloß gestellt bei Fehlern oder schlechtem Benehmen. Positiv aufgefallen ist uns, wie hilfsbereit die Kinder untereinander sind und Teilen schon in jungem Alter als selbstverständlich gesehen wird. Trotz der Hitze sind die Lehrer/innen sehr aktiv, tanzen und singen mit und sind immer für Fragen ansprechbar. Das spiegelt auch ganz gut die Mentalität der Kenianer/innen wieder. Sie strahlen Gelassenheit, Ruhe („pole, pole“) und Optimismus („hakuna matata“) aus.
Annika, Hanna, Hannah, Jessica und Julia


Birgit - Admin

 
Birgit - Admin
Beiträge: 853
Punkte: 858
Registriert am: 20.02.2012


   

Nr 2 von unseren 5 von vor Ort
aktueller Bericht unserer Volontärin Lisa

Xobor Einfach ein eigenes Xobor Forum erstellen